iBeacon ist der neueste Trend im Mobile Marketing.  Darum wollen wir uns in unserer Artikelserie „Alles was Sie über…wissen sollten“ etwas genauer mit dem Thema beschäftigen.

Mobile Marketing Welt - iBeacon

Entstehung

iBeacon ist ein von Apple eingetragener Markenname. Eingeführt wurde das neue Verfahren Dezember 2013 und leitet sich von dem englischen Begriff „Leuchtfeuer“ ab. iBeacon beschreibt dabei einen Standard für Navigation in geschlossenen Räumen. Das Verfahren basiert auf Bluetooth Low Energy (BLE). Unterstützt wird das Verfahren von iOS7 auf dem iPhone und auf Smartphones mit Android Betriebssystem ab Version 4.3.

Mechanik

Das iBeacon Verfahren basiert auf dem Sender-Empfänger-Prinzip. In einem Raum, oder auch am POS, werden die Beacons (Sender) als Signalgeber platziert. Diese Beacons senden in festen Zeitintervallen Signale. Kommt ein Empfänger (Smartphone) in die Reichweite eines Sender kann die UUID (Universally Unique Identifier) identifiziert werden und mithilfe mehrere Sender kann die Position des Empfänger im Raum ermittelt werden. Es besteht dann die Möglichkeit Informationen wie z.B. Werbebotschaften zu übermitteln. Die Reichweite der Beacons betägt bis zu 30 Metern. Mittels einer App lässt sich dann der iBeacon auf dem Smartphone nutzen.

Technische Voraussetzungen

iBeacon funktioniert auf Apple Geräten ab iOS7 und bei Android ab der Version 4.3. Zudem benötigt der Nutzer eine spezielle App, die die iBeacons erkennen und auswerten kann. Ohne diese Applikation kann das iPhone nichts mit den iBeacons anfangen.

Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten von iBeacon sind vielfältig. Derzeit werden Sie jedoch am häufigsten mit Aktionen am POS wie z.B. das Verschicken von Sonderangeboten, Rabatten, Produktneuheiten und die Lenkung der Besucherwege innerhalb eines Geschäfts verbunden. Retailer können ihre Geschäfte mit iBeacons ausstatten und Kunden die passende App anbieten. Die Idee dahinter ist, der Nutzer geht an einem Geschäft vorbei das mit einem iBeacon ausgestattet ist und erhält dann eine Notification auf sein Smartphone.

Mobile Marketing Welt - iBeacon
Bild: gigaom.com

Neben Produktinformationen und Rabattaktionen ist iBeacon auch für Museen interessant um beispielsweise Besucher durch die Ausstellung zu navigieren und passend zu den Exponaten weiterführende Informationen zur Verfügung zu stellen.

Cases

Trotzdem iBeacons erst seit sehr kurzem eingesetzt werden ist die Startup-Szene schon stark auf das Thema angesprungen und es haben sich schon die ersten interessanten Cases ergeben:

mymuesli

Einer der bekannstesten aktuellen Cases aus Deutschland stammt von barcoo, die als einer der ersten einen mymuesli-Laden in München mit der iBeacon Technologie ausgesstattet haben:

CeBIT

Auf der Computerfachmesse CeBIT wurden iBeacons ebenfalls bereits eingesetzt um per iBeacon-Sender Informationen über Ausbildungsplätze, Praktika und Jobangebote zu bekommen.

Mobile Marketing Welt - iBeacon CeBIT

Bild: Messe AG

Kritik

Ein großer Kritikpunkt dürfte bei iBeacon sein, dass die Technologie auch dann noch aktiv auf dem Endgerät ist selbst wenn die entsprechende App vollständig geschlossen ist. Das iPhone lässt sich also auch weiterhin mit iBeacons orten, was gerade in Deutschland unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes noch zu spannenden Diskussionen führen dürfte.

Was denken Sie über iBeacon? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

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