Im Mobile Marketing sind QR-Codes derzeit kaum zu übersehen. Doch das Thema ist umfangreicher als es auf den ersten Blick scheint. In diesem Artikel zeige ich Ihnen Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten und gebe hilfreiche Tipps für Ihre QR-Code-Kampagne.

Positionierung

QR-Codes auf Keksen oder Grabsteinen sind mit Recht umstritten, doch sie zeigen auch wie kreativ und flexibel QR-Codes eingesetzt werden können. Bei der Positionierung lohnt ein Blick über den Tellerrand, aber durchdenken Sie die Positionierung sorgfältig: Steht Internet-Empfang zur Verfügung (fehlt z.B. In U-Bahnhöfen, oder Flugzeugen) und sind Handys überhaupt erlaubt (z.B. verboten in Artztpraxen, Museen)?

Hier nun einige übliche Positionierungsmöglichkeiten:

Print-Anzeigen: Magazinen, Zeitungen, Flyern, etc. können optimal mit einem QR-Code ergänzt werden der nützliche Zusatzinformationen bietet, beispielsweise ein Video, Gutscheine oder eine Webgeschreibung.

Schaufenster und Kundenstopper: Der Kunde hat es fast geschafft – es fehlt nur noch ein kleiner Anzreiz um das Ladengeschäft oder Restaurant zu betreten: Beispielsweise ein QR-Code mit Gutschein oder Sonderangebot.

Visitenkarten: Das lästige Abtippen der Kontaktdaten auf einer Visitenkarte entfällt mit dem QR-Code. Zudem hilft er bei bei der Verknüpfung mit facebook, twitter & Co. Ein Online-Tool für eine QR-Code Visitenkarte ist z.B. scanity.mobi.

Werbetafeln geraten schnell in Vergessenheit. Mit einem QR-Code wird die Werbefläche interaktiv, der User kann sich die Informationen auf sein Smartphone holen und dort in Ruhe lesen.

Verkehrsmittel und Bahnhöfe: eignen sich besonders gut für QR-Code-Kampagnen, denn: Der User muss Wartezeit überbrücken und ist dadurch gerne bereite einen Code zu scannen.

Strategien für sinnvolle QR-Codes

Üblicherweise führ der QR-Code auf eine Webseite mit zusätzlichen, ausführlichen Informationen. Doch es gibt weitere Strategien:

Datenbankauskunft: Anhand individueller kriterien erhält der user eine auf ihn zugeschnittene Auskunft, z.B: Fahrplanauskunft, Spielzeiten eines Films, passende Produkte. Die Kriterien könnten auch automatisch gesetzt werden, z.B. GPS-Daten.

Gutscheine, Bonusheft: Möglich ist z.B. ein Sofort-Gutschein, ein Gutschein für den Online-Shop oder ein digitales Bonusheft mit einer Prämie nach x gesammelten Scans.

Gewinnspiel: Der „Spieltrieb“ ist geweckt – und die Aussicht auf einen Gewinn erhöht die Scanbereitschaft.

VIP: Exklusive Informationen oder Rabatte verbergen sich hinter dem Code. Die Aussicht auf ein besonderers Schnäppchen lässt den User sein Smartphone zücken.

Viral-Code: Ein Viral-QR-Code ergänzt eine Aktion die so einzigartig ist, dass sie unbedingt weiterempfohlen werden muss – Gratis Werbung für Sie!

Achtung vor dem „Coolness“-Code: Er wird rein aus Imagegründen eingesetzt. Er soll die Wirkung “Wir sind innovativ und Modern” vermitteln – das Potential des QR-Codes wird dadurch teilweise verschenkt, dennoch möchten viele Unternehmen auf diese Imageaufwertung nicht verzichten.

Statistiken durch Monithoring

Ein Monitoring zeichnet Daten über jeden einzelnen Scan des QR-Codes auf und sollte zusätzlich zum eigentlichen Zweck des Codes eingesetzt werden. Eine Auswertung der Daten erzeugt eine Statistik zur Häufigkeit, Effektivität einzelner Codes, ROI und teilweise auch über den Standort des Users. Für eine professionelle Kampagne ist das Monitoring ist unverzichtbares Tool zur Überwachung der Kampagneneffektivität. Ein kostenloser Monithoring-Anbieter für QR-Codes ist scanity.mobi

QR-Code generieren

Im Web stehen zahlreiche kostenlose QR-Code -Generatoren zur Verfügung, z.B. qrgoto.de/gen. Für eine professionelle Kampagne sollten Sie ausgereiftere Tools verwenden, z.B. scanity.mobi. Dieses Tool bietet zwei deutliche Vorteile: Der Code kann nachträglich geändert werden (selbst nach dem Druck) und jeder einzelne Scan wird in einer Statistik aufgezeichnet.

Top-5 der häufigsten Fehler

und wie Sie diese vermeiden:

  1. Code zu einer Webseite, die nicht mobil-optimiert ist.
    Besser: Webseite für mobile Darstellung optimieren oder eine getrennte mobil-Webseite erstellen und darauf verweisen.
  2. Nicht (mehr) funktionierende Codes. Diese entstehen durch Umstrukturierung der Webseite, beendete Kampagnen oder Umfirmierung.
    Besser: Protokollieren Sie, wo welche Codes benutzt werden und nutzen Sie eine QR-Code-Software die nachtäglich das Ziel des Codes ändern kann.
  3. Der Code bietet keinen besonderen Mehrwert – nur banale Infos.
    Besser: Versetzen Sie sich in den Kunden und bieten Sie nur wirklich hilfreiche Informationen. Können Sie den Inhalt der Zielseite in einem Satz beschreiben? Dann diesen Satz statt QR-Code drucken. Erfährt der User nichts, das er auch bereits auf dem Medium des QR-Codes erfahren kann? Dann Code ganz weglassen.
  4. Code wurde nicht getestet. Dem Code ist nicht anzusehen wohin er führt, er wird dadurch gerne verwechselt.
    Besser: Code regelmäßig mit dem Smartphone testen.
  5. QR-Code ist falsch positioniert. Zu kleine Codes oder Untergrund mit schlechtem Kontrast sind Klassiker. Besser: Der Untergrund darf nicht spiegeln oder transparent sein und die Code-Größe muss dem Abstand des Codes zum User angepasst sein.

Weitere Fehler und ausführlichere Tipps wie diese zu verhindern sind finden Sie in meinem Buch.

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Über den Autor:

Mobile Marketing Welt - Nico WestermannNico Westermann ist gelernter Mediengestalter und als selbstständiger Webprogrammierer und -designer tätig. Zusätzlich betreibt er Das QR-Code-Tool scanity.mobi. Über diese Onlineanwendung können QR-Code-Visitenkarten sowie QR-Code-Kampagnen mit Statistiken angelegt werden.

 

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