Der dritte Teil der Serie „Alles was Sie über…wissen sollten“ beschäftigt sich mit dem noch sehr innovativen aber dennoch sehr stark gehypten Thema Augmented Reality. AR beschreibt die Form der Mensch-Technik-Interaktion, bei der virtuelle Objekte in reale, durch eine Videokamera bereitgestellte Szenen in Echtzeit so eingefügt werden, dass sie räumlich korrekt positioniert sind und das reale Bild ergänzen. Gibt es schon zahlreiche Online-Kampagnen die diese neue Technologie nutzen, wird das Thema auch für den Einsatz auf mobilen Endgeräten immer interessanter. Im Folgenden möchte ich erläutern wie Augmented Reality im Mobile Marketing eingesetzt werden kann.

Bild: gizmodo.com


Enstehung

Die Augmented Reality Technologie besteht bereits seit den letzen zehn Jahren. Aber erst in den letzen drei Jahren konnte auf den Massenmarkt mit mobilen Endgeräten gewechselt werden. Dies hat u.a. mit den technischen Hürden wie der Handycam und einer Applikation zu tun, die zunächst auf das Handy geladen werden muss.

Mechanik

Augmented Reality ergänzt mittles einer Handykamera und einer kleines Programms auf dem mobilen Endgerät die reale Welt um virtuelle Objekte.

Technische Voraussetzung

Um die Augmented Reality Technologie nutzen zu können wird ein Handy mit einer Livestreaming Kamera benötigt. Zudem muss eine Applikation auf das Handy geladen werden, mit der dann das jeweilige 3-Dimensionale Objekt erzeugt wird. Seit April 2009 ist die AR Technologie auf mobilen Endgeräten die auf Windows mobile und Symbian (Beispielsweise die neueste N-Serie) basieren oder neuerdings auch auf dem iPhone möglich. Um die Mechanik in der Praxis einzusetzen ist es also nötig den Nutzer mit diesem Programm auszustatten. Denkbar wäre dies mittels eines MMS-Downloads, per Bluetooth oder als Applikation über einen Appstore. Anschließend kann er dann die 3D-Inhalte live auf seinem Handy erleben.

Einsatzmöglichkeiten

Auch für den Mobile Marketing Bereich lässt sich Augmented Reality benutzen. Vorstellbar und auch bereits in ersten Kampagnen umgesetzt sind z.B. Darstellungen von virtuellen Produktanimationen oder Navigationsanweisungen in Verbindung mit der realen Umgebung des Users. Außerdem lässt sich Augmented Reality auch sehr gut mit Printprodukten, Anzeigen Plakate etc. kombinieren. So können z.B. 3D Animationen auf einer 2Dimensionalen Anzeige erscheinen. Weiterhin lassen sich virtuelle Highlights inmitten des urbanen Umfelds oder animierte Objekte innerhalb eines real-virtuellen Spiels einsetzen.

Bei der Umsetzung von Kampagne gibt es zwei Möglichkeiten die benötigten Marker zu integrieren. Zum einen kann der Marker ähnlich einem QR-Code z.B. auf einer Printanzeige integriert werden. Der Vorteil davon ist, dass Nutzer gleich darauf hingewiesen werden, dass Sie mit ihrem Handy mit dem Plakat etwas erleben können. Wird die Variante mit einer Marker gewählt sollte dieser bei einer Printkampagnen mindestens fünf Zentimeter groß sein. Die zweite Möglichkeit einen Marker zu integrieren ist die das jeweilige Objekt z.B. ein Plakat oder eine Verpackung als Marker an sich zu verwenden. Der Nachteil bei der zweiten Möglichkeit ist natürlich, dass der Nutzer erstmal auf die Augmented Reality Technologie aufmerksam gemacht werden muss. Außerdem ist es möglich den Content des jeweiligen Markers auszutauschen. So wäre es beispielsweise möglich bei einer Film-Kampagne unterschiedliche Figuren nach und nach auf einem Plakat zu visualisieren. Zudem ist es auch möglich unterschiedliche Sounds zu integrieren oder beim iPhone die Sensorinformationen wie z.B. Pusten auszunutzen.

Eine weitere Möglichkeit Augmented Reality einzusetzen ist die Verknüpfung mit Location Based Services und Navigation. Mittel GPS lässt sich der aktuelle Standort mittels des Handys mit Informationen in der unmittelbaren Umgebung anreichern. Eines der ersten Beispiele für eine solche Integration zeigte die New Yorker Subway und Wikitude.

Bild: media-treff.de

Erfolgsfaktoren

Mit der Augmented Reality Technologie sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Besonders für 3D-Figuren aus Filmen wäre diese Technologie sehr gut vorstellbar. Ziel einer Augmented Reality Kampagne ist der spielerische Umgang mit der Marke bestehend durch eine visuelle Interaktion zwischen Marke und Konsument mit Entertainmentfaktor. Besonders wichtig bei Augmented Reality ist eine gelungene Kampagnenintegration. Bedacht werden muss hier vor allem, dass diese Mechanik nur auf den neuesten mobilen Endgeräten funktioniert. Selbst auf dem iPhone war ein Live-Streaming lange Zeit nicht möglich. Die Vorteile bei dieser noch sehr jungen und bislang noch nicht weit verbreiteten Mechanik ist die außerordentlich innovative Markenpräsentation. Der Content ist noch während der Kampagne auswechselbar. So ließen sich beispielsweise nacheinander die Hauptcharaktere eines Films nacheinander als dreidimensionale Figuren in einer Anzeige integrieren. Neben dem spielerischen Umgang mit einer Marke sollte jedoch der Mehrwert für den Nutzer nicht aus den Augen gelassen werden. Augmented Reality ist zwar eine neue innovative Technologie, doch wenn der zehnte Automobilhersteller sein neues Auto dreidimensional irgendwo ablichtet ist es für den Nutzer auch nicht mehr interessant.

Ziele

Wenn Sie Augmented Reality in ihrer Mobile Marketing Kampagne integrieren lassen sich unterschiedliche Ziele erreichen:

-          Branding

-          Awareness

-          Innovationsführerschaft

-          Kundenbindung durch spielerischen virtuellem Umgang mit der Marke

Beispielcases

Bereits einige Unternehmen setzen in ihren Mobile Marketing Kampagnen auf die Augmented Reality Technologie. Eine der ersten Kampagnen in Europa war die des Automobilherstellers Ford, bei der der neue Ka beworben werden sollte. Dabei wurden in London Marker verteilt auf den der Nutzer anschließend den neuen Ford in einer dreidimensionalen Ansicht auf seinem Handy erleben konnte.

httpv://www.youtube.com/watch?v=PrwmHnnSXYo

Ein weiteres sehr interessantes Kampagnenbeispiel zeigt Fanta. Hierbei wurde zum einen die Fanta Crew animiert und zum anderen ein interaktives Tennismatch ausgetragen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=jIWV_Myx2dc

httpv://www.youtube.com/watch?v=r-Ya293u34c

Aus Belgien stammt das Beispiel des Stalla Artois Le Bar Guide. Das Beispiel integriert die GPS Funktion des iPhones und verknüpft den aktuellen Standort mit in der Nähe liegenden Bars und Kneipen.

Eine der ersten Augmented Reality Kampagnen in Deutschland ist die IKEA PS Einrichtungskamera. Umgesetzt wurde die Kampagne von der Clanmo GmbH. Die Kampagne ist mit dem Global Mobile Award 2010 ausgezeichnet worden

Bild: ikea.de

Ein aktuelles Kampagnen Beispiel stammt von Volkswagen. Die mit der Händlersuche iPhone Applikation auf Augmented Reality setzen.

Die aufgeführten Kampagnen zeigen wie ein spielerischer Umgang mit der jeweiligen Marke und der Integration von Augmented Reality erfolgen kann. Wichtig ist bei dieser neuen Technologie vorallem den Mehrwert für den Kunden nicht aus den Augen zu lassen.


 

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