Der zweite Teil meiner Serie „Alles was Sie über…wissen sollten“ beschäftigt sich mit einem weiteren Teilgebiet des Mobile Marketings, dem Mobile Advertising.


Mobile Advertising ist ein stark wachsender Bereich der Marken, Agenturen und Vermarktern die Möglichkeit bietet Kunden direkt über Ihr Handy anzusprechen. Mobile Advertising steht dabei für Bannerwerbung auf mobilen Portalen. Dank sinkender Preise für Datenflatrates und eine steigende Verbreitung von Smartphones wird das mobile Internet zum Massenmarkt, von dem auch das Mobile Advertising profitiert. Eine Vielzahl an Unternehmen sind bereits mit eigenen Portalen im mobilen Internet vertreten und bieten somit Werbungtreibenden eine große Anzahl an attraktiven Werbeflächen.

Bild: G+J EMS

Einsatzmöglichkeiten

Mobile Advertising hat im Vergleich zu Onlinewerbung eine Aufmerksamkeitsstarke Platzierung direkt im Sichtbaren Bereich. Die „Schauklappen“ wie sie sich im Laufe der Jahre auf einer stationären Internetseite bei den Nutzern entwickelt haben fallen beim Mobile Advertising weg. Die Platzierung von Werbebannern zwischen den Artikeln führt zudem zu höheren AdImpressions, da der Nutzer zwangsläufig über die Werbung rüberscrollt. Mobile Advertising bietet sich vor allem auf Reichweitenstarken Portal beispielsweise von News-Seiten an.

Technische Spezifikationen

Im Gegensatz zum stationären Internet gibt es bei dem mobilen Internet nicht nur eine Homepage, die für alle gängigen PC’s gleichermaßen konfiguriert ist. Heute haben Handy’s unterschiedliche Formen, Bildschirme und Bedienfunktionen. Einige haben Tasten andere wie beispielsweise das iPhone lassen sich per Touchscreen bedienen. Hinzu kommen variierende Auflösungen der Displays und Anzahl der Farben. Um dieses technischen Anforderungen gerecht zu werden biete beispielsweise die YOC AG, Markführer im Mobile Bereich, Zehntausende Auslieferungskonfigurationen an die fortlaufend erweitert werden. Um es für Werbetreibende und Vermarkter einfacher zu machen hat die Mobile Marketing Association hat einen Guide zur Standardisierung von Mobile Advertising Werbeflächen herausgegeben. Daraus lassen sich die gängigsten Formate für Banner im Mobile Advertising Bereich ableiten. Mobile ContentAds müssen in den untenstehenden Formaten ausgeliefert werden und können statisch oder als animierte Gifs eingebaut werden. Mobile Content Ads sind über die gesamte Fläche grafisch gestalt und klickbar, sie richten sich nach den MMA Standard und müssen jeweils in 4 verschiedenen Größen entweder im Bildverhältnis 6:1 („Default“) oder im Bildverhältnis 4:1 („Extended) geliefert werden.

Mobile Content Ads – Bildverhältnis 6:1 („Default“)

Bannerformate Technische Spezifikationen
X-Large
Image Banner
  • 300×50 Pixel
  • 5-7,5 KB
  • Format: .GIF, PNG, JPEG
  • Text: bis zu 24 Zeichen
Large
Image Banner
  • 216×36 Pixel
  • 3-4,5 KB
  • Format: .GIF, PNG, JPEG
  • Text: bis zu 18 Zeichen
Medium
Image Banner
  • 168×28 Pixel
  • 2-3 KB
  • Format: .GIF, PNG, JPEG
  • Text: bis zu 12 Zeichen
Small
Image Banner
  • 120×20 Pixel
  • 1-1,5 KB
  • Format: .GIF, PNG, JPEG
  • Text: bis zu 10 Zeichen

Mobile Content Ads – Bildverhältnis 4:1 („Extended“)

Bannerformate Technische Spezifikationen
X-Large
Image Banner
  • 300×75 Pixel
  • 5-7,5 KB
  • Format: .GIF, PNG, JPEG
  • Text: bis zu 24 Zeichen
Large
Image Banner
  • 216×54 Pixel
  • 3-4,5 KB
  • Format: .GIF, PNG, JPEG
  • Text: bis zu 18 Zeichen
Medium
Image Banner
  • 168×42 Pixel
  • 2-3 KB
  • Format: .GIF, PNG, JPEG
  • Text: bis zu 12 Zeichen
Small
Image Banner
  • 120×30 Pixel
  • 1-1,5 KB
  • Format: .GIF, PNG, JPEG
  • Text: bis zu 10 Zeichen

Die angegebenen Dateigrößen von 1-7,5 KB sind Empfehlungen der MMA und können von Vermarkter zu Vermarkter variieren.

Neben den Standardformen haben sie mittlerweile auch Sonderformate entwickelt. So hat die YOC AG als erstes Unternehmen ein Expandable Ad bei einer Kampagne für Austrian Airlines eingesetzt. In Deutschland folgte eine Kampagne für den neuen Fiat Punto Evo. Das besondere bei diesem Werbemittel ist, dass sich der Werbebanner ausfährt und über den gesamten Handybildschirm erstreckt, sobald der Nutzer auf den Banner klickt. Ein weiteres klicken auf die ausgerollte Anzeige leitet den Nutzer auf die Landingpage des Werbetreibenden weiter. Die Größe des Expandable Ad ermöglicht dem Werbetreibenden visuelle und inhaltliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Bild: Internet World Business

Im Gegensatz zu traditionellem Internet lassen sich im Bereich des Mobile Advertisings unterschiedliche Targeting-Möglichkeiten einbauen. Diese können eingesetzt werden, um Streuverluste zu reduzieren und die Klickrate zu erhöhen. Die einzelnen Targeting-Möglichkeiten sind die Folgenden:

Endgeräte-Targeting

Da bei der Auslieferung eines Werbebanners dem AdServer angezeigt wird, welches Mobiltelefon anfragt und dem entsprechend das passenden Bannerformat ausgeliefert wird besteht auch die Möglichkeit dies für eine exakte Zielgruppenansprache zu nutzen. Anhand des Handymodells können Sie beispielsweise sich auf Businesstelefone konzentrieren. Ebenfalls ist es möglich nur an iPhones auszuliefern, wenn z.B. eine iPhone App beworben werden soll.

Geo-Targeting

Über die Postleitzahlen ist eine regionale Auslieferung der Werbebanner möglich

Demographic Targeting

Bei einigen Anbietern ist es ebenfalls möglich eine Zielgruppenansprache nach demographischen Kriterien wie Geschlecht oder Alter vorzunehmen. Sprechen Sie dafür einfach Ihren Dienstleister an.

Entwicklung Mobile Advertising in Deutschland

Die Anteile des Mobile Advertisings an den Werbespendings in Deutschland liegen bei ca. 1 Prozent. Im Jahr 2009 lagen die Werbespendings bei rund 29,14 Mrd. Euro. 2010 soll laut einiger Experten zum Jahr des Mobile Advertisings werden und so wird ein Werbevolumen von 1,6 Mrd. Euro erwartet (Siehe BVDW). Die am stärksten vertretenden Branchen in der mobilen Werbung sind Telekommunikation mit 24,95 Prozent und Kraftfahrzeugmarkt mit 23,52%. Danach folgen Medien mit 12,07 Prozent und Klingeltöne mit 6,75 Prozent.

Bild: BVDW

Vermarkter

In Deutschland tummeln sich mittlerweile viele Vermarkter, die über reichweitenstarke Premium Portale und ausreichendes technisches Know-how verfügen. Größter Vermarkter im Bereich Mobile Advertising ist Gruner+Jahr EMS mit 352 Mio. PI’s. Die YOC AG aus Berlin kommt auf insgesamt rund 95 Mio. Pis. Weitere Vermarkter sind IP Deutschland, InteractiveMedia, freexmedia, Tomorrow Focus AG, Axel Springer Media Impact, Quality Channel und die  United Internet Media AG.

Ziele

Mit einer Mobile Advertising Kampagne lassen sich unterschiedliche Marketing Ziele erreichen:

-          Awareness

-          Branding

-          Reichweite

-          Lead Generierung

-          Produktproben

-          Erhöhung der Zugriffszahlen auf das Mobilportal

-          Abverkauf

Vorteile des Mobile Advertising

Der Einsatz von Mobile Advertising im Mediamix bietet dem Werbetreibenden eine Reihe von Vorteilen:

-          Steigerung der Markenpräsenz

-          Orts- und Zeitunabhängigkeit

-          Attraktive Click-Through-Raten von 0,5-2,5%

Lesen Sie nächste Woche 10 Tipps für eine erfolgreiche Mobile Advertising Kampagne.

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